M. hat Geburtstag
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Ungefähr eine Woche vor seinem
17. Geburtstag
bekommt Jan Musterzivi einen Brief in dem ihm seine Gemeinde mitteilt, dass er
als Wehrpflichtiger erfasst
wird. Jan ist überrascht, bis zum 18. ist doch eigendlich Ruhe?
Falls sich seine Adresse geändert hat, soll er das der Gemeinde melden. Die Gemeinde teilt nun dem
Kreiswehrersatzamt
die Adresse von Jan mit. Damit kann das Kreiswehrersatzamt alles vorbereiten für den 18. Geburtstag.
Ein Jahr später, Jan wird 18, kommt ein neues Schreiben: Jan soll gemustert werden. Da Jan aber
noch zur Schule geht
eine Ausbildung macht
, kann er sich
zurückstellen lassen
bis diese zu Ende ist. Dazu muss er sich von
seiner Schule
seinem Betrieb
eine Bescheinigung über die vorraussichtliche Ausbildungsdauer holen und an das Kreiswehrersatzamt schicken.
Die Personenkennziffer schreibt er sich auf und lernt sie auswendig.
Plötzlich kommt ihm der Gedanke: warum nicht Zivildienst leisten? Das ist bestimmt viel besser, denn
er kann dann zuhause wohnen bleiben
er kann sich seine Arbeit selbst aussuchen
er kann sich nebenbei weiterbilden
er kann so dem Staat besser dienen
er kann das viele Geld in Aktien anlegen
er kann sein Gewissen beruhigen
er hat keinen Bock im Schlamm rumzurobben
Zivildienst ist stressfreier
Zivildienst ist friedfertiger
! natürlich könnte er auch bei der Bundeswehr
sich seine Arbeit selbst aussuchen
sich ausbilden lassen (sogar zum Piloten!)
das viele Geld in Aktien anlegen
bei Auslandseinsätzen die Welt kennen lernen
aber das vergisst er jetzt mal.
Er hat seine Entscheidung getroffen und will verweigern.
Dazu sucht er sich
fachkundige Unterstützung
, die er z.B.
durch den Zivi von nebenan
bei der DFG-VK
in seiner Kirchengemeinde
findet. Eine fundierte Begründung wird er mit etwas Hilfe selbst schreiben. Sein Vater musste noch mit einem Rechtsanwalt eine Strategie zurechtlegen - zum Glück geht Verweigern heute viel einfacher als früher.
Ein
halbes Jahr vor Abschluß der
Schule
Ausbildung
soll er nun
gemustert
werden. Er hat Glück und bekommt einen recht
frühen Termin
. Je eher desto besser, denkt er sich weil er ja nach der Musterung noch anerkannt werden muss und erst mit der Anerkennung auf Stellensuche gehen kann.
Jetzt sitzt er nächtelang an seiner Verweigerung. So ein Mist, gerade wärend der wichtigen Prüfungen muss das sein, warum hat er nicht schon eher eine geschrieben?
Aber Jan hat
mehrere wichtige Gründe
den Dienst an der Waffe zu verweigern:
1.
2.
3.
Dabei stellt er fest, dass er zum ersten Mal gezwungenermaßen eine Autobiographie schreibt. Schon spannend, was alles war. Einen
Lebenslauf
soll er ja auch noch schreiben.